Analysen

An dieser Stelle sammeln wir aus verschiedenen Quellen Stellungnahmen über politische Prozesse im Mittleren Osten - mit starkem Bezug auf die revolutionäre kurdische Bewegung. Auch solche Beiträge, die nicht an solidarischer Kritik oder Selbstkritik sparen.

Lower Class Magazine

Das Lower Class Magazine veröffentlicht regelmäßig tiefgreifende Analysen zur Situation im Mittleren Osten, dortigen revolutionären Bewegungen und die Reaktion westlicher Staaten, die wir hier in chronologischer Reihenfolge verlinken:


Jineoloji – die Wissenschaft der Frau (02.02.2018)

Vom 12. bis 13. Januar 2018 fand in Derik, gelegen in Nord-Syrien/ Rojava, die erste Jineoloji-Konferenz in der Region statt.


Afrin verteidigen – auch in der BRD! (30.01.2018)

"Wir tragen hier im Hinterland des Krieges, angesichts auch der verschiedensten Möglichkeiten, eine große Verantwortung. Wir können auch von hier aus einen bedeutenden Beitrag leisten die Unterstützung für diesen Krieg zu behindern, den Kämpfenden Mut und Moral zu geben und diesen Krieg siegreich zu Ende zu bringen."


„Führt den Kampf gegen die Faschisten überall“ (21.01.2018)

"Wir sagen: Verschließt die Augen nicht! Was auch immer in eurer Macht liegt, nutzt es, um jetzt gegen diese faschistische Besatzungsmacht vorzugehen."


Von Goslar bis Afrin (19.01.2018)

Die nun seit mehr als einem Jahr andauernden Gefechte zwischen der türkischen Armee und der YPG in Afrin erreichen in diesen Tagen eine neue Eskalationsstufe.


Serhildan in Başur (20.12.2017)

Es war schon ein vielsagender Anblick. Auf außenpolitischer Rundreise in Europa standen sie Seite an Seite: Qubad Talabani und Nechirvan Barzani. Als wäre die KRG eine verkappte Monarchie teilen sich die Erben des Bruderkriegs das Sofa, das Pult oder das jeweilige Möbelstück an dem sie ihre Politsatire vorführen.


Für eine revolutionäre Kultur der Zukunft – Über linke Gedenkkultur (20.12.2017)


Gestorben wird in Raqqa, nicht in Paris (15.11.2017)

Ein Bericht der britischen BBC über das „schmutzige Geheimnis“ der Befreiung Raqqas enthüllt vor allem eines: Die neokoloniale Gedankenwelt westlicher Journalisten.


Der innere und äußere Pogrom in Südkurdistan (31.10.2017)

Das Chaos der letzten Wochen fand in den letzten Tagen einen weiteren, traurigen Höhepunkt.


Kirkuks Lehre über das Recht Geschichte schreiben zu können (16.10.2017)

Dass die Kurdinnen und Kurden als eine Nation ohne Staat einfach nicht im Besitz einer geografisch-politischen Entität sind, ist mitnichten das einzige Problem dieses Volkes. Auf vielen Ebenen wird gekämpft, in vielen Bereichen sehnt sich diese Nation nach Befreiung


„Für Daesh sind wir ein beliebtes Ziel“ (15.10.2017)

Frontsanitäter im Krieg um Syrien. Peter Schaber im Interview mit Heval Agit und Heval Jiyan.


Love in a hopeless place (03.10.2017)

Unser Redakteur Peter Schaber war in Raqqa – nicht als Journalist, sondern in den Reihen der YPG. Seine Fronterfahrungen hat er für uns aufgeschrieben


Sind wir jetzt dafür oder dagegen? (25.09.2017)

Wenn das Referendum, die Debatte um das Ja oder Nein und die gesamte Frage um das pro und kontra von Staatlichkeit uns eines gelehrt haben, dann ist es wohl die Floskel, dass alles nicht so einfach zu erklären ist.


Die Konsequenz der Demokratischen Moderne (22.08.2017)

Êzîdxan wurde gegründet, in Form eines dezentralisierten, multikulturellen und emanzipatorischen Projekts, das über die Geschichte der Êzîdinnen und Êzîden hinausgeht.


Schrankenlose Ausbeutung – zur „imperialen Lebensweise“

Luftverschmutzung, Klimawandel, Abholzung, Verlust biologischer Vielfalt, Bodenerosion oder Übernutzung natürlicher Rohstoffe: die (selbst)zerstörerischen Folgewirkungen der auf Profit und Kapitalakkumulation basierenden gegenwärtigen Produktionsweise und des ihr entsprechenden Konsumverhaltens auf die Natur sind allgemein bekannt – sofern man die Problemfelder nicht verdrängt oder sich rationalen Argumenten verschließt. Nutzen und Kosten des auf Massenkonsum basierenden modernen Kapitalismus verteilen sich zudem äußerst ungleich. Nicht nur in den kapitalistischen Zentren, in denen das Ausmaß an der Teilhabe am Wohlstand zwischen den, aber auch innerhalb der Klassen höchst ungleich ausfällt. Sondern v.a. zwischen dem globalen Norden und dem globalen Süden sowie den gegenwärtig lebenden und den folgenden Generationen. Der Frage, warum Problemerkennung und zumindest ansatzweise Problemlösung dennoch derart auseinanderklaffen, widmen sich Ulrich Brand und Markus Wissen in ihrem Buch „Imperiale Lebensweise – Zur Ausbeutung von Mensch und Natur im globalen Kapitalismus“.

(1) Tief verankerte Lebensweise (05.07.2017)

(2) Die Konsumseite der imperialen Lebensweise (06.07.2017)

(3) Die Produktionsseite der imperialen Lebensweise (07.07.2017)

(4) Grüner Kapitalismus als Alternative? (08.07.2017)

(5) Konturen einer solidarischen Lebensweise (09.07.2017)


[Rojava-Tagebuch XIII] Tschüss Tastatur, moin Schaufel (17.06.2017)

[Rojava-Tagebuch XII] „Den Massen ihre eigene Aktion erklären“ (29.05.2017)

[Rojava-Tagebuch XI] Gebt keinen euresgleichen auf (19.05.2017)

[Rojava-Tagebuch X] Die Befreiung Tabqas (13.05.2017)

[Rojava-Tagebuch IX] Eine Ode an den Esel (10.05.2017)

[Rojava Tagebuch VIII] A Hitchhiker´s Guide to Kurdistan (03.05.2017)

[Rojava (Video-)Tagebuch VII] Grenzgefechte in Dirbesiye (30.04.2017)

[Rojava-Tagebuch VI] Schach, nicht Braveheart (26.04.2017)

[Rojava-Tagebuch V] Mein Freund, der Polizist (18.04.2017)

[Rojava-Tagebuch IV] Stöcke, Steine und Kampfjets (16.04.2017)

[Rojava-Tagebuch III] Deutsche Waffen gegen Jesid*innen (11.04.2017)

[Rojava-Tagebuch II] Morgens Maurer, mittags Studentin, abends Journalist (06.04.2017)

[Rojava-Tagebücher I] Wirklich in Bewegung (02.04.2017)


„Besser als Ein- oder Zweistaatenlösung wäre eine Lösung ohne Staat“ (14.06.2017)

Ein palästinensischer Internationalist in Rojava. Interview mit Baz Sor.


Der dritte Weg aus dem Chaos (08.06.2017)

Die kurdische Bewegung in Syrien und das Bündnis mit dem US-Imperialismus.


Was kümmert mich die Wirklichkeit… (07.06.2017)

Die Gruppen , um deren Kritik an der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) und der Revolution in Rojava es im Folgenden gehen wird, haben in den vergangenen Monaten eine Haltung der offenen Ablehnung der kurdischen Befreiungsbewegung entwickelt. Die Argumente, mit denen sie das tun, sind zum Teil hanebüchen. Dennoch kann man aus der Kritik der absurden Kritik einige nützliche Dinge über die PKK und Rojava entwickeln.


Eine Internationale für Herzen und Köpfe (01.06.2017)

Diese niedergeschriebenen Beobachtungen verstehen sich als Beitrag zu einem aktiven Gedenken. Die Alternative zu einem bloß beschreibenden Bericht über das Gedenkfest für gefallene Internationalist*innen am 06. Mai in Celle.


„Die USA sind die schlimmsten Feinde aller Revolutionäre und Unterdrückten auf der Welt“ (23.05.2017)

Wie entstand im Mittleren Osten die Selbstverwaltung in Rojava? Was unterscheidet die kurdischen Revolutionär*innen in Syrien von anderen Milizen? Und welche Gefahren birgt die Zusammenarbeit mit den USA oder Russland? Interview mit Şahin Cudi.


Hoffnung gegen Bomben (30.04.2017)

Das Leben im Sengal nach den türkischen Luftangriffen.


Erdogans neuer Feldzug beginnt (25.04.2017)

Türkische Kampfjets bombardieren das Jesidengebiet Sengal im Nordirak und YPG-Stellungen in Rojava.


Sieg des Nein. Und jetzt? (19.04.2017)

Wenn das Referendum über Erdogans Präsidialdiktatur in der Türkei eines zeigt, dann dass sich Faschismus nicht abwählen lässt.


„Ich will die Revolution verteidigen“ (07.04.2017)

Kimberley Taylor kämpft in den kurdischen Frauenverteidigungseinheiten YPJ (Yekîneyên Parastina Jin) im Norden Syriens. Zuletzt nahm sie an der Offensive gegen die inoffizielle Hauptstadt des Islamischen Staates, Raqqa, teil. Peter Schaber traf sie im Norden Syriens.


„Hier sind vielleicht nicht alle für die HDP, aber alle für die PKK“ (03.04.2017)

Zum diesjährigen Newroz-Fest war eine von Civaka Azad organisierte Delegetion für einige Zeit in Nordkurdistan/ Bakûr, um sich von den aktuellen politischen Prozessen in bezug auf den Krieg des türkischen Militärs gegen kurdische und türkische Linke sowie dem bevorstehenden Referendum zum Präsidialsystem ein Bild zu machen.


„Als ich die Berge sah, fühlte ich mich endlich zuhause“ (26.03.2017)

Vor sieben Jahren entschied sich Heval Ruken in die Berge Kurdistans zu gehen. Als europäische Linke schloss sie sich der Arbeiterpartei Kurdistans an. Wir sprachen mit ihr über die Unterschiede zwischen der revolutionären Bewegung in Deutschland und Kurdistan, über Patriarchat, Kollektivität und darüber, was sie an deutschen Linken besonders nervte.


Wie leben? (17.03.2017)

Ohne den Aufstand gegen die „vom Feind entwickelte Welt der Sozialisation, Beziehungen, Gefühle und Triebe“ wird es auch in den kapitalistischen Metropolen keine revolutionäre Bewegung geben.


Türkei: Die Zeichen stehen auf Sturm (09.03.2017)

Seit einigen Tagen überschlagen sich die Ereignisse im Syrienkonflikt. Neue Wege der Konfrontation werden gesucht, aber auch neue zweckgebundene Bündnisse geschaffen. Wohin steuert die Türkei außenpolitisch und wie wird sich das explosive Verhältnis mit den Kurden entwickeln?


Von Falken und Ameisen [Teil 1] (07.03.2017)

„Wir kämpfen, um zu leben, nicht um zu sterben“ [Teil 2] (09.03.2017)

Zwei der Redakteure des LCM sind bei einer Reise durch den Mittleren Osten in den Bergen bei der kurdischen Guerilla gestrandet, wurden freundlich aufgenommen und haben vieles gelernt: Über Frauenbefreiung, kollektives Leben und Ameisen, die es in den Koran geschafft haben


„Wir kämpfen für einen demokratischen Sozialismus“ (17.02.2017)

Interview mit Rıza Altun, Gründungsmitglied der PKK: "(...) Das, was sich in Rojava entwickelt, ist nicht einfach eine kurdische Revolution für Kurden. Die Revolution hat eine neue internationale Dimension. Eine Niederlage hätte auch eine Rückwirkung auf den europäischen Prozess. (...)"


Mehr Rätedemokratie wagen (07.02.2017)

Vom Demokratischen Konföderalismus zum Aufbau von Gegenmacht in Deutschland. Was können wir von der kurdischen Befreiungsbewegung lernen? Versuch einer kritischen Adaption.


Vom Tatort Kurdistan zum positiven Bezugspunkt Demokratischer Konföderalismus (19.01.2017)

In Zeiten des barbarischen Krieges der Türkei gegen die kurdische Befreiungsbewegung ist Solidarität wichtiger denn je. Die Kampage Tatort Kurdistan gibt einen Einblick in ihre Arbeit und verrät, wo und wie man sich beteiligen kann.


„Die Revolution in Rojava wird eine sozialistische und emanzipatorische sein“ (14.01.2016)

Das Jahr 2016 in Kurdistan – Eine Bilanz aus Sicht der PKK. Gespräch mit Cemil Bayik (Gründungsmitglied und Ko-Vorsitzender).


„Das Grundprinzip der Wirtschaft Rojavas ist die Beteiligung aller an der Produktion“ (21.11.2016)

Das Grundprinzip der Wirtschaftspolitik des Assad-Regimes war die Verarmung der Bevölkerung und somit deren Abhängigkeit von der Regierung.


Kommissar Google ermittelt (13.11.2016)

Michaela Müller und Jürgen Becker forschen für das Bundeskriminalamt Organisationen der kurdischen Befreiungsbewegung aus. Einblicke in die Arbeitsweise zweier tragisch-komischer Gestalten.


Wer vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Islam(-ismus) schweigen (06.11.2016)

Die Reflexion darüber, wie eine nicht-rassistische Islamkritik aussehen könnte, ist ausgeblieben, Diskussion gescheitert, könnte man meinen. Dennoch will ich mich hier zu einigen Anmerkungen und Richtigstellungen zu Hoffmanns Artikel hinreißen lassen, die in den letzten zwanzig Jahren sicherlich schon in einigen linken Debatten über den Islam in dieser oder ähnlicher Weise hervorgebracht wurden.


Der Nachrichtenwert eines Menschenlebens (29.10.2016)

Syrien, Türkei, Jemen: Die Kriegsberichterstattung von Spiegel, Bild & Co. weist eine Tendenz zur unterschiedlichen Gewichtung ziviler Opfer auf.


Notwendige Drecksarbeit (

Die politsche Situation in Basur, im Süden Kurdistans, ist hierzulande weniger bekannt als die in Rojava oder Bakur. Dennoch lohnt es sich, diese Region verstehen zu wollen.


Bürgerlicher Antiimperialismus und bürgerlicher Kommunismus als Revolutionsblockade. Zur Rojava-Debatte (12.10.2016)

Im Zuge der Diskussionen über die Invasion der Türkei in Syrien entflammte innerhalb einige Teile der deutschen Linken erneut die Debatte über den Status und die Funktion der kurdischen Kräften und SDF sowie der Revolution in Rojava. Einige „Kommunist*innen“ entblödeten sich tatsächlich, diese gewissermaßen als imperialistische Trojaner darzustellen. Eine solche Herangehensweise ist im besten Fall Verrat am Internationalismus, im schlimmsten Fall als aktive Hemmung eines widersprüchlichen Revolutionierungsprozesses zu begreifen.

Kerem Schamberger

Kerem Schamberger ist ein Journalist und Aktivist aus München. Auf seinem Blog finden sich immer wieder interessante Einblicke und auf seiner Facebook-Seite auch tagesaktuelle Analysen - sofern sie nicht mal wieder gesperrt wurde.

YXK - Verband der Studierenden aus Kurdistan

Der Studierendenverband Kurdistan (YXK) und sein autonomer Frauenflügel (JXK) halten auf ihrer Website lesenswerte Publikationen zum Download bereit:

 

Verbandszeitschrift Ronahî (Selbstdarstellung politisch aktiver Kurd_innen in Deutschland)


Texte von Abdullah Öcalan (ideologischer Kopf der revolutionären kurdischen Bewegung)


Sonstige Publikationen (Reader & Broschüren)

Unsere Analysen

Wir haben auch schon öfter in die Tasten gehauen - die Ergebnisse findet ihr hier:


Türkei: Eine kurze Einschätzung der Lage (12.06.2016)


Bürgerkrieg in der Türkei – Der Kampf um Kurdistan (19.08.2015)

 

Im Rahmen unserer Delegation entstanden:


Staat, Macht und Gewalt in Südkurdistan (20.04.2015)


Polizeistaat Türkei (10.04.2015)


Wende im türkisch-kurdischen Friedensprozess (24.03.2015)